Online-Casino verweigert Auszahlung – wie bekomme ich mein Geld?

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Online-Casino verweigert Auszahlung – was tun?
„Ich hatte 3.800 Euro auf dem Spielerkonto – und dann hieß es plötzlich: ‚Technische Prüfung, bitte Geduld‘. Seitdem antwortet niemand mehr.“
Wenn die Auszahlung verweigert wird, obwohl das Geld längst da ist
Viele Menschen spielen nicht, um zu verlieren. Manche spielen mit System, andere mit Hoffnung. Und in nicht wenigen Fällen gewinnen sie – oder haben zumindest ein Auszahlungsguthaben.
Doch genau dann beginnt in vielen Online-Casinos ein anderes Spiel: das Spiel mit der Verzögerung.
- Auszahlungen werden „intern geprüft“.
- Support-Mails werden vertröstet.
- Identitätsnachweise werden gestreckt.
- Konten werden „vorübergehend eingefroren“.
Was folgt, ist kein technischer Vorgang, sondern ein taktisches Muster: Der Anbieter nutzt seine Plattformmacht, um Auszahlungspflichten zu umgehen.
Doch rechtlich gilt:
Wenn ein Spiel abgeschlossen ist, ein Kontostand besteht und keine konkrete Pflichtverletzung vorliegt, ist die Auszahlung durchsetzbar.
Häufige Vorwände – und warum sie oft rechtswidrig sind
Die gängigsten Ausreden, mit denen Casinos Zahlungen blockieren:
- „Verstoß gegen AGB“
→ häufig pauschal, ohne Belege. Oft konstruiert über angebliche Bonusfehler oder unpräzise Spielverhalten. - „Identitätsprüfung läuft noch“
→ obwohl schon gespielt wurde, wird die Auszahlung von immer neuen Dokumenten abhängig gemacht. - „Verdächtiges Verhalten“
→ eine dehnbare Formel, die selten konkret belegt wird, aber zur Sperre des Spielerkontos führt. - „Technischer Fehler“
→ kaum überprüfbar, intransparent, wird oft über Wochen hinausgezögert.
Solche Aussagen sind häufig rechtsmissbräuchlich – sie dienen der Verschleppung, nicht der Klärung.

Ihre Rechte – und wie Sie sie durchsetzen
Wenn Sie Guthaben auf dem Spielerkonto haben und der Anbieter keine stichhaltige Begründung für die Auszahlungssperre liefert, haben Sie Anspruch auf Auszahlung.
Das ergibt sich aus:
- § 241 BGB – Erfüllung bestehender vertraglicher Forderungen
- Verbraucherschutzrecht – Transparenz, Fairness, Informationspflicht
- AGB-Recht – intransparente oder überzogene Bedingungen sind angreifbar
Wichtig: Auch Anbieter mit Sitz im Ausland unterliegen deutschem Recht, wenn sie ihre Dienste an deutsche Spieler richten. Eine maltesische oder karibische Adresse schützt sie nicht vor Zugriff – insbesondere, wenn Zahlungsdienstleister oder Plattformpartner greifbar sind.
Was Sie jetzt tun sollten
- Speichern Sie Ihren Kontostand (Screenshot des Guthabens)
- Dokumentieren Sie den Spielverlauf, insbesondere die gewinnbringenden Spiele
- Sichern Sie den E-Mail-Verkehr und Support-Chat
- Notieren Sie Zeitpunkte, Versprechungen und „in Bearbeitung“-Mitteilungen
- Reagieren Sie frühzeitig – nicht erst nach Wochen des Wartens
Ich übernehme die Prüfung des Falls, die rechtliche Argumentation, die Auseinandersetzung mit dem Anbieter – und setze Ihre Auszahlung konsequent durch.
Soforthilfe
☎️ 0160 9955 5525
www.hortmannlaw.com/contact
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FAQ
Viele Fragen entstehen nicht beim Spielen – sondern danach. Wenn das Geld weg ist, das Konto blockiert, und plötzlich alles falsch aussieht. Diese Antworten sind für genau diesen Moment.
Darf ein Online-Casino eine Auszahlung einfach blockieren?
Nein – nur wenn konkrete Pflichtverstöße nachweisbar sind, etwa ein AGB-Verstoß. Pauschale Prüfungsformeln reichen nicht.
Muss ich mich vollständig verifizieren?
Ja, aber nur im Rahmen gesetzlich zulässiger Prüfungen. Unverhältnismäßige Anforderungen sind angreifbar.
Was, wenn der Anbieter einfach nicht mehr reagiert?
Dann kann juristisch Druck aufgebaut werden – oft auch über Dienstleister, Zahlungsabwickler oder Aufsichtsstellen.
Kann ich auch bei ausländischen Plattformen klagen?
Ja, sofern sie sich an deutsche Spieler richten (deutsche Sprache, Währung, Marketing). Der Zugriff ist gegeben.
Gibt es Fristen?
Ja – insbesondere Verjährung (3 Jahre ab Jahresende) und Reaktionsfristen des Supports. Dokumentation ist entscheidend.
„Ich vertrete Spieler nicht gegen das Spiel – sondern gegen die Willkür, wenn versprochene Auszahlungen verweigert werden.“
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