AI Act Anwalt: Welchen Einfluss hat der AI Act auf Krypto Betrug, Love Scam und Romance Scam?

Verfasst von
Max Hortmann
03 Apr 2026
Lesezeit:
Diesen Beitrag teilen
Juristische Expertise
  • Cybercrime & Krypto-Betrug
  • AI & Zukunftsrecht
  • Steuerrecht & Steuerstrafrecht
  • Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht & Zivilrecht
  • Datenschutz & Digitalrecht
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

AI Act Anwalt – Welchen Einfluss hat der AI Act auf Krypto Betrug, Love Scam und Romance Scam?

Krypto Betrug, Love Scam und Romance Scam – Anwalt erklärt, warum der AI Act das klassische Betrugsrecht nicht ersetzt, aber KI-gestützte Täuschung, verbotene Manipulation und Präventionspflichten im Finanzumfeld rechtlich neu rahmt.

Über den Autor

Max Hortmann ist Rechtsanwalt sowie Autor für juris, jurisPR-ITR und AZO.
Er publiziert regelmäßig zu Krypto-Betrug, digitaler Forensik, Bankhaftung und Plattformverantwortlichkeit.

In seiner anwaltlichen Praxis vertritt er Mandanten, die Opfer komplexer Online-Betrugsstrukturen geworden sind – insbesondere bei Fake-Broker-Systemen, Wallet-Angriffen und international verschleierten Geldflüssen.

Er trat unter anderem als Experte in BR24, Business Insider und WirtschaftsWoche auf und arbeitet derzeit an einem juristischen Handbuch zum Cybercrime-Recht.

LinkedIn-Profil

Weitere Einblicke in aktuelle Fälle, rechtliche Entwicklungen und forensische Analysen im Bereich Krypto-Betrug finden Sie auf meinem LinkedIn-Profil.

Einleitung: Warum der AI Act bei Krypto-Betrug oft missverstanden wird

Wer von Krypto-Betrug, Love Scam oder Romance Scam betroffen ist, stellt häufig dieselbe Frage: Ändert der AI Act etwas an der rechtlichen Bewertung des Falls? Die knappe Antwort lautet: ja, aber nicht dort, wo viele Betroffene es zunächst vermuten.

Der AI Act ersetzt weder das Strafrecht noch schafft er einen neuen Betrugstatbestand für digitale Täuschungsmodelle. Auch Krypto-Betrug bleibt rechtlich in erster Linie ein Fall von Betrug, gegebenenfalls flankiert von Geldwäsche, Identitätsmissbrauch, Datendelikten oder sonstigen einschlägigen Straftatbeständen. Das gilt auch dann, wenn Täter moderne technische Mittel einsetzen oder Kryptowährungen zur Verschleierung, Weiterleitung oder Zwischenparkung von Vermögenswerten nutzen.

Sein Einfluss liegt an anderer Stelle. Der AI Act verändert den regulatorischen Rahmen für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Das ist im Bereich Krypto-Betrug deshalb relevant, weil moderne Scam-Strukturen zunehmend mit automatisierter Kommunikation, personalisierter Ansprache, Deepfakes, synthetischen Stimmen, Chatbots oder datengetriebener Manipulation arbeiten. Gleichzeitig betrifft die Verordnung auch die Gegenseite: Banken, Finanzinstitute, Zahlungsdienstleister und plattformnahe Akteure, die KI für Betrugsprävention, Monitoring, Scoring oder Transaktionsanalyse einsetzen.

Der AI Act wirkt also nicht primär auf die materielle Strafbarkeit, sondern auf die rechtliche Bewertung von KI als Tatmittel und auf die regulatorische Einhegung von KI als Präventionsinstrument. Genau daraus ergibt sich seine praktische Relevanz für Krypto-Betrug und Love Scam.

Wenn Sie Opfer eines Krypto-Betrugs oder Love-Scams geworden sind und prüfen möchten, welche Rolle KI, Plattformdaten, Warnsignale oder regulatorische Pflichten in Ihrem Fall spielen, erreichen Sie mich direkt unter 0160 9955 5525 oder über das Kontaktformular: hortmannlaw.com/contact

Was der AI Act überhaupt regelt – und was gerade nicht

Der erste wichtige Punkt ist die richtige Abgrenzung. Der AI Act ist kein Spezialgesetz gegen Cybercrime. Er regelt nicht die Strafbarkeit von Täuschungen, nicht die Rückforderung verlorener Gelder und auch nicht die strafprozessuale Beweissicherung als solche. Sein Gegenstand ist die Regulierung von KI-Systemen nach einem risikobasierten Modell.

Das bedeutet: Bestimmte Anwendungen werden verboten, andere als hochriskant eingestuft und wiederum andere nur begrenzt reguliert. Im Mittelpunkt steht also die Frage, welche KI-Systeme unter welchen Bedingungen überhaupt zulässig sind, welche Transparenz- und Kontrollpflichten gelten und welche Sanktionen drohen, wenn diese Vorgaben missachtet werden.

Für Betrugsfälle ist das deshalb wichtig, weil der AI Act an die Art und Weise des KI-Einsatzes anknüpft. Wenn Täter KI nutzen, um Menschen gezielt zu manipulieren, emotionale Abhängigkeiten zu erzeugen, falsche Identitäten glaubhaft zu machen oder täuschend echte Inhalte zu erzeugen, berührt das nicht den Kern des Betrugstatbestands, wohl aber die Frage, ob zusätzlich eine unionsrechtlich verbotene oder besonders regulierte KI-Praxis vorliegt.

Der Fehler vieler Einordnungen besteht darin, beides zu vermischen. Der AI Act macht aus Krypto-Betrug keinen neuen Deliktstyp. Er verschärft aber den regulatorischen Blick auf bestimmte technische Mittel, mit denen Betrug heute vorbereitet, skaliert oder professionalisiert wird.

Anwalt analysiert Krypto Betrug und Love Scam mit KI-Bezug
Untersuchung von Betrugsfällen im Krypto-Umfeld, insbesondere Love Scam und Romance Scam, unter Berücksichtigung möglicher KI-Nutzung.

Warum Love Scam und Romance Scam rechtlich weiterhin Betrug bleiben

Love Scam und Romance Scam funktionieren meist nach einem bekannten Muster. Täter bauen Vertrauen auf, täuschen Identität, Nähe, emotionale Verbindlichkeit oder wirtschaftliche Seriosität vor und veranlassen das Opfer später zu Zahlungen, Investitionen oder Transfers. Diese Transfers laufen heute nicht selten über Krypto-Plattformen, Wallets, Zahlungsdienstleister oder bankgestützte On-Ramps in das Kryptosystem hinein.

Rechtlich bleibt der Kern gleich: Es geht um Täuschung, Irrtum, Vermögensverfügung und Schaden. Dass Kryptowährungen eingesetzt werden, verändert den Grundmechanismus nicht. Auch die Einbindung moderner Kommunikations- und Manipulationstechniken hebt den Fall nicht aus dem klassischen Betrugsrecht heraus.

Genau deshalb ist die strafrechtliche Bewertung vom AI Act zunächst unabhängig. Wer Love Scam oder Krypto-Anlagebetrug betreibt, macht sich nicht erst wegen des AI Act angreifbar. Die Strafbarkeit folgt aus den bereits bestehenden Normen. Der AI Act kommt nicht anstelle dieser Bewertung hinzu, sondern daneben – und zwar dort, wo der Einsatz künstlicher Intelligenz selbst unionsrechtlich relevant wird.

Der eigentliche Hebel des AI Act: Verbot manipulativer KI

Die größte praktische Nähe zwischen AI Act und digitalen Betrugsmodellen liegt im Bereich manipulativer KI. Gerade Love-Scam- und Romance-Scam-Strukturen leben von psychologischer Einflussnahme, gezielter Vertrauensbildung und der Ausnutzung von Nähe, Unsicherheit oder emotionaler Verletzlichkeit. Wenn hierfür KI-Systeme eingesetzt werden, kann der Sachverhalt regulatorisch eine neue Qualität erreichen.

Das betrifft insbesondere Systeme, die nicht nur kommunizieren, sondern Verhalten gezielt beeinflussen sollen, um Personen zu Entscheidungen zu bewegen, die ihnen andernfalls ferngelegen hätten und die ihnen erheblichen Schaden zufügen. Auch der gezielte Einsatz manipulativer Techniken gegenüber besonders schutzbedürftigen Personen oder Gruppen ist regulatorisch besonders sensibel.

Für die Praxis bedeutet das: Nutzt ein Täternetzwerk KI-gestützte Chat-Systeme, synthetische Stimmen, Deepfake-Videos oder automatisierte Personalisierung, um Opfer emotional zu binden und zu Zahlungen zu bewegen, kann dies nicht nur strafrechtlich relevant sein, sondern zusätzlich in den Bereich verbotener KI-Praktiken hineinreichen. Das ändert den Betrugstatbestand nicht, verschärft aber die unionsrechtliche Bewertung des verwendeten Instruments.

Gerade in hochskalierten Scam-Systemen wird dieser Punkt künftig an Bedeutung gewinnen. Denn wo Täuschung nicht mehr nur individuell und manuell, sondern automatisiert, datengetrieben und technisch reproduzierbar erfolgt, wächst der regulatorische Druck deutlich.

Krypto als Zahlungs- und Verschleierungsmedium: Warum der AI Act das nicht ersetzt, aber mittelbar beeinflusst

Kryptowerte spielen in digitalen Betrugsfällen regelmäßig eine doppelte Rolle. Einerseits dienen sie als Zahlungsmedium oder Investitionsobjekt, etwa bei angeblichen Trading-Plattformen, Fake-Broker-Systemen oder vorgetäuschten Renditemodellen. Andererseits dienen sie häufig der Verschleierung von Zahlungswegen, Zwischenstationen und Vermögensabflüssen.

Diese technische und wirtschaftliche Funktion bleibt durch den AI Act unberührt. Der Act reguliert nicht Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowerte als solche. Er reguliert auch nicht die Blockchain oder Wallet-Mechanik. Seine Relevanz entsteht vielmehr dort, wo künstliche Intelligenz im Umfeld dieser Systeme eingesetzt wird – sei es zur Täuschung auf Täterseite oder zur Prävention auf Seiten regulierter Akteure.

Genau deshalb ist sein Einfluss mittelbar. Der AI Act verändert nicht die materielle Behandlung des Vermögensabflusses. Er verändert aber die rechtliche Einordnung der Systeme, mit denen Menschen in diese Vermögensabflüsse hineingeführt oder aus ihnen heraus geschützt werden sollen.

Die andere Seite: KI zur Betrugsprävention bei Banken, Zahlungsdienstleistern und Krypto-Akteuren

Der AI Act ist für Betrugsfälle nicht nur deshalb relevant, weil Täter KI nutzen können. Er ist auch deshalb relevant, weil Intermediäre KI nutzen, um Auffälligkeiten zu erkennen, Risiken zu bewerten und missbräuchliche Transaktionen zu filtern.

Gerade im Finanz- und Krypto-Umfeld werden Transaktionsmuster, Verhaltensauffälligkeiten, Login-Anomalien, Risk Scores oder sonstige Indikatoren zunehmend datenbasiert ausgewertet. Unternehmen, die solche Systeme einsetzen, bewegen sich damit nicht in einem rechtsfreien Raum. Je nach Einsatzbereich können erhebliche regulatorische Anforderungen eingreifen.

Für die Praxis ist das deshalb wichtig, weil sich hier ein neuer Argumentationsraum eröffnet. Wenn Banken, Zahlungsdienstleister oder plattformnahe Akteure technische Systeme einsetzen, um Betrugsrisiken zu erkennen, stellt sich im Streitfall regelmäßig die Frage, welche Signale diese Systeme erfassen konnten, wie sie eingebunden waren und ob auffällige Muster erkannt oder hätten erkannt werden müssen.

Der AI Act begründet nicht automatisch eine Haftung. Er verschärft aber die Erwartung an strukturierte, dokumentierte, kontrollierte und rechtlich eingehegte KI-Nutzung. Gerade in Fällen, in denen es um erkennbar atypische oder scam-nahe Zahlungsstrukturen geht, kann das für die spätere Aufarbeitung erhebliche Bedeutung gewinnen.

Warum der AI Act für Opfer mittelbar trotzdem wichtig ist

Aus Sicht von Betrugsopfern ist die mittelbare Wirkung des AI Act oft praktischer als seine dogmatische Einordnung. Denn auch wenn die Verordnung den Betrugstatbestand nicht ändert, kann sie die spätere rechtliche Aufarbeitung eines Falls beeinflussen.

Das gilt zunächst bei der Analyse des Tatmittels. Wenn sich zeigt, dass KI-gestützte Täuschungsformen eingesetzt wurden, erhöht das nicht nur die tatsächliche Professionalität des Scams, sondern kann auch die regulatorische und dokumentarische Bewertung verschärfen. Gleichzeitig kann der AI Act dort relevant werden, wo Intermediäre oder Plattformen auf eigene KI-gestützte Sicherheits- und Monitoring-Systeme verweisen. Dann stellt sich die Frage, wie diese Systeme rechtlich eingebunden waren, welche Warnsignale sie erzeugten und ob organisatorische Pflichten ausreichend erfüllt wurden.

Für Betroffene entsteht daraus ein wichtiger Prüfpfad. Es geht nicht nur um Täteridentifikation und Zahlungsrekonstruktion. Es kann auch darum gehen, ob im Umfeld des Betrugs regulierte Akteure KI-Systeme eingesetzt haben, die Risiken hätten erkennen, strukturieren oder eskalieren müssen.

Warum Mandanten mich mit der Einordnung von KI-gestütztem Krypto-Betrug beauftragen

Im Bereich Krypto-Betrug und Love Scam reicht es regelmäßig nicht, nur das Strafrecht zu kennen. Moderne Betrugsstrukturen sind technisch, plattformbezogen und datengetrieben. Genau deshalb müssen Betrugsfälle heute häufig aus mehreren Ebenen gleichzeitig gelesen werden: strafrechtlich, zivilrechtlich, plattformbezogen, datenschutzrechtlich und zunehmend auch regulatorisch im Hinblick auf KI.

Ich arbeite an der Schnittstelle dieser Ebenen. In meiner anwaltlichen Praxis geht es nicht nur um die Anzeige gegen Täter, sondern auch um die strukturierte Aufarbeitung von Wallet-Spuren, SEPA-Zahlungen, Plattformverantwortung, Warnsignalen und potenziellen Ansprüchen gegen Intermediäre. Gerade dort, wo KI als Täuschungsinstrument oder als Präventionssystem eine Rolle spielt, ist eine rein eindimensionale Betrachtung regelmäßig unzureichend.

Viele Mandate beginnen deshalb mit der Frage, ob ein Fall „nur“ ein klassischer Betrug ist oder ob zusätzliche technische, regulatorische und haftungsbezogene Aspekte in Betracht kommen. Genau diese Einordnung ist oft der Unterschied zwischen einer bloßen Strafanzeige und einer strategisch strukturierten Anspruchsprüfung.

AI Act rechtliche Bewertung von Krypto Betrug und Scam-Strukturen
Rechtliche Einordnung von Krypto-Betrug und digitalen Täuschungssystemen im Kontext des AI Act und bestehender Strafnormen.

Was Betroffene und Unternehmen jetzt konkret beachten sollten

Wer von Krypto-Betrug oder Love Scam betroffen ist, sollte zunächst sauber zwischen drei Ebenen unterscheiden: der strafrechtlichen Bewertung der Täuschung, der technischen Rekonstruktion des Zahlungswegs und der Frage, ob KI-gestützte Elemente im Tatablauf oder in Präventionssystemen eine Rolle gespielt haben.

Für Unternehmen im Finanz- und Krypto-Umfeld gilt spiegelbildlich: Wer KI zur Risikoerkennung, Betrugsprävention oder Aussteuerung von Auffälligkeiten einsetzt, sollte diese Systeme nicht nur technisch betreiben, sondern regulatorisch belastbar dokumentieren und organisatorisch überwachen. Denn im Konfliktfall stellt sich zunehmend die Frage, welche Muster erkennbar waren und wie mit ihnen umgegangen wurde.

Wenn Sie einen konkreten Fall prüfen lassen möchten – sei es als Opfer, als Unternehmen oder im Rahmen einer internen rechtlichen Einordnung –, können Sie mich direkt kontaktieren: 0160 9955 5525 oder über hortmannlaw.com/contact

Großes FAQ: Einfluss des AI Act auf Krypto-Betrug, Love Scam und Romance Scam

Verändert der AI Act den Betrugstatbestand bei Krypto-Betrug?
Nein. Der AI Act ersetzt das Strafrecht nicht. Krypto-Betrug, Love Scam und Romance Scam bleiben in erster Linie nach den bestehenden strafrechtlichen Vorschriften zu bewerten.

Warum ist der AI Act trotzdem relevant?
Weil er den Einsatz künstlicher Intelligenz reguliert. Das betrifft sowohl KI als Tatmittel bei digitaler Täuschung als auch KI als Präventionsinstrument bei Banken, Plattformen und Finanzintermediären.

Sind Love Scam und Romance Scam unter dem AI Act automatisch verboten?
Nicht als Deliktsform, aber bestimmte KI-gestützte Manipulationspraktiken können in den Bereich verbotener KI-Anwendungen hineinreichen, wenn sie Verhalten gezielt schädigend beeinflussen.

Was bedeutet das für Deepfakes, Chatbots oder synthetische Stimmen?
Solche Mittel können strafrechtlich Teil eines Betrugssystems sein und zusätzlich regulatorisch problematisch werden, wenn sie als manipulative KI eingesetzt werden.

Reguliert der AI Act Kryptowährungen selbst?
Nein. Der AI Act reguliert keine Kryptowährungen als solche und auch nicht die Blockchain. Er reguliert KI-Systeme und deren Einsatz.

Kann der AI Act für Banken oder Zahlungsdienstleister relevant werden?
Ja. Wenn solche Akteure KI zur Transaktionsanalyse, Betrugsprävention oder Risikobewertung einsetzen, kann die Verordnung deren Systeme und Pflichten mittelbar erheblich beeinflussen.

Hilft der AI Act Betrugsopfern direkt bei der Rückholung von Geld?
Nicht unmittelbar. Er schafft keinen eigenen Rückforderungsanspruch. Er kann aber die Bewertung technischer Systeme und organisatorischer Pflichten im Umfeld des Betrugs beeinflussen.

Ist der Einsatz von KI im Betrug ein neuer eigener Straftatbestand?
Nein. Strafrechtlich bleibt die Täuschung zentral. Die KI verändert die Mittel, nicht automatisch die Deliktskategorie.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Tatmittel und Präventionssystem wichtig?
Weil der AI Act auf beide Seiten unterschiedlich wirkt. Täterseitige KI kann verbotene Manipulation begründen, während intermediärseitige KI zu neuen Anforderungen an Governance, Kontrolle und Dokumentation führt.

Wann sollte ein Anwalt eingeschaltet werden?
Möglichst früh – insbesondere wenn KI-gestützte Kommunikation, synthetische Inhalte, Plattformdaten, Wallet-Spuren oder technische Warnsignale eine Rolle spielen könnten.

Fazit: Der AI Act ändert nicht den Betrug, aber den rechtlichen Rahmen seiner technischen Mittel

Der AI Act verschiebt die Bewertung von Krypto-Betrug nicht im Kern des Strafrechts, sondern im Umfeld seiner technischen Umsetzung. Love Scam, Romance Scam und Krypto-Betrug bleiben Betrug. Neu ist jedoch, dass KI-gestützte Manipulation unionsrechtlich strenger gerahmt wird und dass KI-basierte Präventionssysteme im Finanz- und Krypto-Umfeld regulatorisch intensiver beobachtet werden.

Für die Praxis bedeutet das: Der AI Act ist kein Ersatz für Strafrecht und Beweissicherung, wohl aber ein zusätzlicher rechtlicher Rahmen, der künftig immer häufiger mit digitalen Betrugsfällen verknüpft sein wird.

Wenn Sie prüfen möchten, welche Rolle KI, Plattformdaten, Warnsignale oder Intermediärpflichten in Ihrem Fall spielen, können Sie mich direkt kontaktieren – telefonisch unter 0160 9955 5525 oder über hortmannlaw.com/contact

AI Act & KI-Recht – Leitfäden im Überblick

Die folgenden Beiträge bilden eine geschlossene Struktur zum AI Act – von der Einordnung einzelner KI-Systeme über Hochrisiko-Klassifizierung und Datenschutz bis hin zu Haftung, Bußgeldern und spezifischen Fragestellungen im Bereich Krypto-Betrug und KI-gestützter Täuschung.

1. Grundlagen der AI-Act-Umsetzung

AI Act Anwalt: KI im Unternehmen rechtssicher umsetzen
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-unternehmen-ki-umsetzung-probleme
Ein Überblick über die praktischen Umsetzungsprobleme des AI Act im Unternehmen: Governance, Dokumentation, Zuständigkeiten und organisatorische Anforderungen.

AI Act Anwalt: Wann ist KI überhaupt reguliert?
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-wann-ist-ki-reguliert
Die zentrale Vorfrage: Wann fällt eine Softwarelösung unter den AI Act – und wann nicht? Maßgeblich für alle weiteren Pflichten.

2. Hochrisiko-KI und regulatorische Anforderungen

AI Act Anwalt: Hochrisiko-KI im Unternehmen richtig einstufen
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-hochrisiko-ki-unternehmen
Die Einordnung als Hochrisiko-KI entscheidet über den gesamten Compliance-Aufwand. Darstellung der maßgeblichen Kriterien und Folgen.

AI Act Anwalt: KI und DSGVO im Unternehmen
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-dsgvo-ki-unternehmen
Zusammenspiel von AI Act und DSGVO: Datenverarbeitung, Transparenzpflichten und Grenzen automatisierter Entscheidungen.

AI Act Anwalt: Haftung, Bußgeld und KI-Governance
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-haftung-bussgeld-ki-governance
Haftungsrisiken, Organisationspflichten und Bußgeldrahmen. Warum KI-Governance zwingend auf Leitungsebene verankert werden muss.

3. Krypto-Betrug, Love Scam und KI

AI Act Anwalt: Manipulative KI bei Krypto Betrug und Love Scam
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-manipulative-ki-krypto-betrug-love-scam-deepfakes
Deepfakes, automatisierte Kommunikation und gezielte Täuschung: Wann KI-gestützte Manipulation unter den AI Act fällt.

AI Act Anwalt: Krypto Betrug, Finanz-Compliance und Hochrisiko-KI
https://www.hortmannlaw.com/articles/ai-act-anwalt-krypto-betrug-finanz-compliance-hochrisiko-ki
Bedeutung des AI Act für Banken, Finanzinstitute und Krypto-nahe Systeme: Monitoring, Betrugsprävention und regulatorische Pflichten.

Weiterführende Beiträge & Ressourcen

Die folgenden Beiträge vertiefen zentrale Fragen zu Bankhaftung, Plattformverantwortung, Datenschutz, MiCA, DAC8, Vermögenssicherung und Soforthilfe bei Krypto-Betrug.

Bankhaftung & Zahlungsverkehr

Plattformhaftung, Wallets & Exchange-Verantwortung

Datenschutz, Auskunft & Geldwäsche

Regulierung & steuerliche Folgen

Vermögenssicherung & Soforthilfe

Max Hortmann
Rechtsanwalt
,
Hortmann Law
Verwandte Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Entdecken Sie weitere Beiträge zu aktuellen Themen rund um Digitalrecht, Cybercrime, Datenschutz, KI und Steuerrecht. Unsere verwandten Artikel geben Ihnen zusätzliche Einblicke und vertiefende Analysen.

Suchen Sie dringend diskrete, juristische Unterstüzung?

Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter – schildern Sie uns Ihr Anliegen und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Kontakt aufnehmen