Anwalt für Krypto-Betrug: Trade-Republic-Masche, Geld zurück und Haftung von Banken

Verfasst von
Max Hortmann
21 Jan 2026
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Juristische Expertise
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Anwalt für Krypto-Betrug: Trade-Republic-Masche, Geld zurück und Haftung von Banken

Täuschend echte Nachrichaten, Anrufe oder Hinweise auf angebliche Sicherheitsprobleme führen derzeit dazu, dass Anleger im Umfeld von Trade Republic Geldbeträge oder Kryptowährungen verlieren. Die Täter setzen gezielt auf Zeitdruck, Autoritätsanmaßung und technische Plausibilität. Viele Betroffene haben die kritischen Zahlungsvorgänge selbst ausgelöst – im Glauben, ihr Vermögen zu schützen. Danach bleiben Verunsicherung, Scham und die zentrale Frage: Wer haftet, und gibt es eine realistische Chance, das Geld zurückzuerhalten?

Rechtsanwalt Max Nikolas Mischa Hortmann, LL.M. ist Autor bei jurisPR-ITR und jurisAZO. Bekannt aus BR24, WirtschaftsWoche+ und Business Insider Plus.
Er unterstützt Betroffene von KI-Betrug, Love-Scams und Krypto-Scams bei der Beweissicherung, der Kommunikation mit Banken und Plattformen sowie der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche. Ein besonderer Fokus liegt auf modernen, KI-gestützten Betrugsmodellen und professionellen Social-Engineering-Angriffen.

Einleitung

Die Berichterstattung – unter anderem bei BR24 – zeigt, dass es sich bei der sogenannten Trade-Republic-Masche nicht um Einzelfälle handelt. Vielmehr nutzen Täter inzwischen hochentwickelte Social-Engineering-Methoden, teilweise unterstützt durch KI, um Vertrauen zu erzeugen und rationale Prüfmechanismen auszuschalten. Die Kommunikation wirkt seriös, technisch plausibel und dringlich. Gerade diese Kombination führt dazu, dass auch vorsichtige und erfahrene Nutzer in Ausnahmesituationen Fehlentscheidungen treffen.

Rechtlich ist entscheidend, dass solche Fälle nicht pauschal als „selbst verschuldet“ abgetan werden dürfen. Das Zahlungsdiensterecht knüpft nicht allein daran an, ob eine Überweisung oder ein Transfer formal autorisiert wurde. Maßgeblich sind vielmehr die konkreten Umstände der Täuschung, die Beweislastverteilung, die eingesetzte Sicherheitsarchitektur sowie mögliche Pflichtverletzungen von Banken, Zahlungsdienstleistern oder Plattformen. Hinzu kommt, dass psychologischer Druck, Zeitnot und Autoritätsanmaßung bei der Bewertung eines möglichen Mitverschuldens eine Rolle spielen können.

Dieser Beitrag ordnet die Trade-Republic-Masche aus anwaltlicher Sicht ein. Er zeigt, warum Betroffene nicht vorschnell auf Ansprüche verzichten sollten, welche rechtlichen Ansatzpunkte trotz autorisierter Zahlungen bestehen können und weshalb eine strukturierte, opferschützende Prüfung häufig der richtige erste Schritt ist, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.

Fachbeitrag: Love Scam – Geld zurück, Bankhaftung und PayPal rechtlich einordnen

Love Scam ist kein privates Missgeschick, sondern ein professionell organisiertes Betrugssystem mit klaren Zahlungswegen über Banken, PayPal und andere Zahlungsdienstleister. In diesem Beitrag wird aus anwaltlicher Sicht erklärt, warum autorisierte Zahlungen nicht automatisch rechtlich aussichtslos sind, welche Rolle Transaktionsmuster, psychologischer Druck und Beweissicherung spielen und wann Banken oder Zahlungsdienstleister in Ausnahmefällen in die Verantwortung geraten können.

Der Artikel richtet sich an Betroffene, die Orientierung suchen, ihre Situation sachlich einordnen möchten und verstehen wollen, welche rechtlichen Optionen realistisch bestehen – ohne Schuldzuweisungen und ohne falsche Versprechen.

https://www.hortmannlaw.com/articles/love-scam-geld-zurueck-bankhaftung-paypal-anwalt

Gerade bei Love-Scam-Fällen mit SEPA-Überweisungen, PayPal-Zahlungen oder Kontokündigungen ist eine strukturierte rechtliche Einordnung entscheidend, um weitere Schäden zu vermeiden und Handlungsspielräume zu sichern.

I. Was bei der Trade-Republic-Masche passiert – und warum Betroffene sich hier wiedererkennen

Viele Betroffene berichten von einem sehr ähnlichen Einstieg: Eine Nachricht, ein Anruf oder ein Hinweis, der scheinbar von Trade Republic oder einem angeblichen Sicherheitsdienst stammt. Inhaltlich geht es fast immer um einen akuten Vorfall – einen verdächtigen Login, ein angeblich kompromittiertes Konto oder die dringende Notwendigkeit, Vermögenswerte „zu sichern“. Die Sprache ist professionell, technisch plausibel und bewusst knapp gehalten. Zeitdruck ist dabei kein Zufall, sondern Teil der Masche.

In dieser Situation werden Betroffene dazu gebracht, selbst aktiv zu werden. Sie geben Überweisungen frei, übertragen Kryptowährungen oder folgen Anweisungen, die nach außen wie legitime Sicherheitsmaßnahmen wirken. Rückblickend fragen sich viele, warum sie nicht misstrauischer waren. Diese Frage greift jedoch zu kurz. Die Täter nutzen gezielt Autorität, Stress und Vertrauen in bekannte Plattformen aus. Es handelt sich nicht um einfache Täuschungen, sondern um professionell organisierte Social-Engineering-Angriffe, die genau auf solche Ausnahmesituationen zugeschnitten sind.

Entscheidend ist: Dass Sie gehandelt haben, bedeutet nicht automatisch, dass Sie rechtlich „alles falsch gemacht“ haben. Für die rechtliche Bewertung kommt es darauf an, unter welchem Druck gehandelt wurde, wie die Täuschung konkret ablief und welche Sicherungs- und Aufklärungspflichten Banken oder Plattformen in dieser Situation hatten. Genau an dieser Stelle beginnen viele Fälle erst juristisch interessant zu werden.

Wenn Sie beim Lesen merken, dass sich diese Beschreibung mit Ihrer eigenen Erfahrung deckt, ist das kein Zufall. Eine sachliche erste Einordnung kann helfen, die eigene Situation realistisch zu bewerten und unnötige Selbstvorwürfe abzulegen.
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Nach dem Betrug entscheidend: Beweise sichern und Wallet-Spuren verstehen

Ob und welche rechtlichen Schritte sinnvoll sind, hängt maßgeblich davon ab, welche Beweise gesichert werden können. Gerade bei Krypto-Transfers spielen Wallet-Bewegungen, Transaktionsdaten und technische Protokolle eine zentrale Rolle. Wie Betroffene hier strukturiert vorgehen sollten und worauf es rechtlich ankommt, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst:

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Editoriale Bildserie zum Themenkomplex Krypto-Betrug, Anlagebetrug und Bankhaftung. Die Motive visualisieren die Perspektive von Betroffenen sowie die systemischen Risiken digitaler Finanzprodukte, Krypto-Plattformen und Banken. Geeignet zur Einordnung anwaltlicher Beratung und rechtlicher Durchsetzung bei Krypto-Betrug, Blockchain-Transaktionen, Online-Trading und Plattformfällen (z. B. Trade Republic, Krypto-Exchanges, Zahlungsdienstleister).

II. Warum Betroffene nicht „leichtgläubig“ sind – Social Engineering, Druck und moderne Betrugsmodelle

Viele Betroffene empfinden nach dem Vorfall Scham oder Zweifel an der eigenen Urteilsfähigkeit. Dieses Gefühl ist menschlich – rechtlich jedoch kein Maßstab. Die Täter arbeiten heute nicht mehr mit einfachen Täuschungen, sondern mit hochentwickelten Social-Engineering-Strategien, die gezielt auf Stress, Angst und Autoritätsgläubigkeit etzen. Teilweise kommen dabei bereits KI-gestützte Kommunikationsmuster zum Einsatz, die Sprache, Tonfall und Reaktionsgeschwindigkeit realer Support- oder Sicherheitsstellen imitieren.

Gerade die Kombination aus scheinbarer Professionalität, technischer Plausibilität und zeitlicher Dringlichkeit führt dazu, dass selbst vorsichtige Menschen Entscheidungen treffen, die sie in einer ruhigen Situation niemals getroffen hätten. Aus juristischer Sicht ist dieser Umstand zentral. Die rechtliche Bewertung darf nicht isoliert darauf abstellen, dass eine Handlung objektiv fehlerhaft war, sondern muss berücksichtigen, unter welchem psychologischen Druck sie zustande kam und wie gezielt die Täuschung organisiert war.

Wenn Sie sich hier wiedererkennen, ist das kein individuelles Versagen. Es zeigt vielmehr, wie effektiv diese Betrugsmodelle funktionieren. Genau deshalb ist es sinnvoll, den eigenen Fall nicht vorschnell als „aussichtslos“ einzuordnen, sondern prüfen zu lassen, welche rechtlichen Maßstäbe tatsächlich gelten und wie Gerichte vergleichbare Situationen bewerten.

Eine erste anwaltliche Einschätzung kann helfen, diese Unsicherheit aufzulösen und den eigenen Fall sachlich einzuordnen – ohne Vorwürfe, ohne Druck.
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Vertiefende Einordnung: Phishing, Plattformkommunikation und Sicherheitsversagen

Viele Betrugsfälle im Umfeld von Neobrokern folgen ähnlichen Mustern. Besonders häufig werden Sicherheitsprobleme vorgetäuscht, Kommunikationswege imitiert oder angebliche Datenlecks genutzt, um Vertrauen aufzubauen und Druck zu erzeugen. Eine ausführliche rechtliche Einordnung zu Phishing, Plattformverantwortung und typischen Haftungsfragen finden Sie hier:

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III. Nach dem Betrug: Was jetzt zählt – Ruhe, Beweise, Kontrolle zurückgewinnen

Nach dem Bekanntwerden des Schadens geraten viele Betroffene in einen Zustand permanenter Alarmbereitschaft. Der Impuls, sofort zu reagieren, alles zu erklären oder schnelle Lösungen zu suchen, ist verständlich. Erfahrungsgemäß ist jedoch genau jetzt Zurückhaltung entscheidend. Nicht Geschwindigkeit, sondern Struktur bestimmt, ob rechtliche Optionen erhalten bleiben oder verloren gehen.

Im Mittelpunkt steht zunächst die Beweissicherung. Dazu gehören sämtliche Kommunikationsverläufe, Nachrichten, Anrufprotokolle, E-Mails, Screenshots, Transaktionsdaten, Wallet-Adressen sowie Zeitpunkte und Beträge. Diese Informationen sind keine Formalität, sondern die Grundlage dafür, später prüfen zu können, was tatsächlich passiert ist, wie die Täuschung ablief und welche Pflichten möglicherweise verletzt wurden. Ohne diese Basis lassen sich Haftungsfragen kaum seriös bewerten.

Ebenso wichtig ist eine überlegte Kommunikation mit Banken und Plattformen. Unkoordinierte Stellungnahmen, vorschnelle Schuldeingeständnisse oder unstrukturierte Nachfragen können die eigene Position schwächen. Ziel sollte es sein, zunächst Klarheit über den Sachverhalt zu gewinnen und erst danach zu entscheiden, welche Schritte sinnvoll sind. Viele Mandanten empfinden es bereits als entlastend, diesen Prozess nicht allein steuern zu müssen.

Wenn Sie an diesem Punkt stehen und merken, dass Sie Ordnung in den Vorgang bringen müssen, kann eine strukturierte anwaltliche Begleitung helfen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Es geht nicht um Aktionismus, sondern um einen klaren, nachvollziehbaren Weg.
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Warum Mandanten mir ihr Vertrauen schenken

Viele Mandantinnen und Mandanten kommen zu mir, nachdem sie bereits erlebt haben, wie schnell Betroffene in Betrugsfällen pauschal als „selbst schuld“ eingeordnet werden. Mein Ansatz ist ein anderer. Ich arbeite konsequent opferschützend, ohne Schuldzuweisungen und ohne vorschnelle Versprechen. Ziel ist nicht, Erwartungen zu erzeugen, sondern Klarheit.

Ich begleite Betroffene von Krypto-Betrug, KI-gestützten Scams und Social-Engineering-Angriffen strukturiert durch alle entscheidenden Phasen: von der Beweissicherung über die sachliche Kommunikation mit Banken und Plattformen bis zur realistischen Prüfung zivilrechtlicher Ansprüche. Mandanten schätzen dabei insbesondere, dass ihr Fall nicht schematisch abgearbeitet wird, sondern individuell, nachvollziehbar und transparent.

Wenn Sie sich eine rechtliche Einordnung wünschen, die Ihre Situation ernst nimmt und Ihnen Orientierung gibt, können Sie hier Kontakt aufnehmen:
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IV. Rechtliche Ansatzpunkte: Haftung, Autorisierung und realistische Chancen

Viele Betroffene gehen davon aus, dass rechtliche Schritte aussichtslos sind, sobald eine Zahlung oder ein Transfer selbst freigegeben wurde. Diese Annahme ist so verbreitet wie unzutreffend. Das Zahlungsdiensterecht stellt nicht allein darauf ab, ob eine Handlung formal autorisiert wurde, sondern auf die konkreten Umstände des Einzelfalls.

Rechtlich entscheidend sind unter anderem die Fragen, ob tatsächlich eine wirksame Autorisierung vorlag, wie die Beweislast verteilt ist und welches Sicherheitsniveau Bank oder Plattform bereitgestellt haben. Hinzu kommen mögliche Pflichtverletzungen im Bereich der Authentifizierung, der Limitverwaltung oder der Sicherheitskommunikation. Auch psychologischer Druck, Zeitnot und professionelle Täuschungsstrukturen können bei der Bewertung eines möglichen Mitverschuldens eine Rolle spielen.

Gleichzeitig ist Offenheit wichtig: Die Rechtsprechung ist in diesen Fällen differenziert und nicht jeder Schaden lässt sich erfolgreich durchsetzen. Seriöse anwaltliche Arbeit bedeutet daher, zwischen theoretisch denkbaren und praktisch durchsetzbaren Ansprüchen zu unterscheiden. Genau diese Abgrenzung schützt Mandanten davor, Zeit und Geld in aussichtslose Schritte zu investieren.

Wenn Sie wissen möchten, ob in Ihrem konkreten Fall realistische rechtliche Optionen bestehen und wie ein sinnvoller nächster Schritt aussehen kann, bietet eine strukturierte Ersteinschätzung Orientierung.
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V. Typische Irrtümer nach Krypto-Betrug – und warum sie Betroffene oft unnötig blockieren

Viele Betroffene stoßen nach dem Betrug auf dieselben Annahmen, die sie davon abhalten, ihren Fall überhaupt prüfen zu lassen. Einer der häufigsten Irrtümer lautet: „Ich habe selbst freigegeben, also habe ich keine Chance.“ Diese Schlussfolgerung ist verständlich, aber rechtlich nicht zwingend. Entscheidend ist nicht allein die formale Mitwirkung, sondern wie es dazu gekommen ist, unter welchem Druck gehandelt wurde und ob Sicherheits-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten verletzt wurden.

Ebenso verbreitet ist die Annahme, eine erste ablehnende Reaktion der Bank oder Plattform sei endgültig. In der Praxis handelt es sich dabei häufig um standardisierte Antworten, die den Einzelfall noch gar nicht würdigen. Ohne strukturierte Aufarbeitung der Abläufe, der Beweise und der rechtlichen Ansatzpunkte lässt sich daraus keine belastbare Aussage über Erfolgsaussichten ableiten.

Auch die Hoffnung, eine Strafanzeige allein werde das Problem lösen, führt oft in eine Sackgasse. Strafverfahren sind wichtig, ersetzen aber keine zivilrechtliche Prüfung. Sie klären Schuldfragen, nicht automatisch Erstattungs- oder Haftungsansprüche. Umgekehrt ist es ebenso problematisch, vorschnell aufzugeben und den Schaden als „Lehrgeld“ abzuschreiben, ohne die rechtliche Lage überhaupt zu kennen.

Wer sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennt, ist damit nicht allein. Genau diese Unsicherheiten prägen die ersten Gespräche mit Mandantinnen und Mandanten – und sie lassen sich oft durch eine sachliche, strukturierte Einordnung auflösen.

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Fall tatsächlich aussichtslos ist oder ob es realistische rechtliche Optionen gibt, kann eine erste anwaltliche Einschätzung Klarheit schaffen.
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Gesamtfazit

Die Trade-Republic-Masche und vergleichbare Krypto-Betrugsmodelle sind kein individuelles Versagen, sondern das Ergebnis professionell organisierter, teils KI-gestützter Social-Engineering-Angriffe. Betroffene handeln häufig unter erheblichem Druck und in dem Glauben, einen größeren Schaden abzuwenden. Rechtlich kommt es deshalb nicht auf schnelle Schuldzuweisungen an, sondern auf eine nüchterne Prüfung der Umstände, der Beweise und der Pflichten von Banken und Plattformen.

Eine solche Prüfung schafft Orientierung: Sie zeigt, welche Schritte sinnvoll sind, wo realistische Chancen bestehen – und wo nicht. Genau diese Klarheit ist oft der wichtigste erste Schritt, um nach dem Betrug wieder Kontrolle zu gewinnen.

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Häufige Fragen nach Crypto.com- und Krypto-Betrug

Was ist, wenn der Betrug im Zusammenhang mit Trade Republic stand, ich aber selbst Überweisungen oder Transfers freigegeben habe?
Auch in Fällen mit Bezug zu Trade Republic ist eine rechtliche Prüfung sinnvoll. Entscheidend ist nicht allein, dass eine Zahlung oder ein Transfer formal autorisiert wurde, sondern wie es dazu kam. Täuschend echte Sicherheitsmeldungen, Social-Engineering-Druck und die konkrete Kommunikationssituation können rechtlich relevant sein. Hinzu kommen mögliche Prüf-, Aufklärungs- und Sicherheits­pflichten von Banken, Zahlungsdienstleistern oder angebundenen Plattformen. Ob und gegen wen Ansprüche bestehen, lässt sich daher nur anhand der konkreten Abläufe und Beweise beurteilen – nicht pauschal.

Habe ich noch Chancen, wenn ich selbst Überweisungen oder Wallet-Transfers freigegeben habe?
Ja. Entscheidend ist nicht allein die formale Freigabe, sondern wie es dazu gekommen ist. Social Engineering, Drucksituationen und täuschend echte Sicherheitskommunikation spielen rechtlich eine zentrale Rolle.

Soll ich Crypto.com oder die Plattform sofort selbst anschreiben?
Unkoordinierte Nachrichten können später problematisch sein. In vielen Fällen ist es sinnvoller, zunächst Beweise zu sichern und die Kommunikation strukturiert vorzubereiten.

Ist eine DSGVO-Auskunft wirklich wichtig?
Ja. Plattformdaten, Log-Files und Kommunikationsverläufe sind oft das stärkste Beweismittel. Je früher die Auskunft angefordert wird, desto besser.

Hilft eine Strafanzeige, um mein Geld zurückzubekommen?
Eine Strafanzeige kann wichtig sein, ersetzt aber keine zivilrechtliche Prüfung. Haftungs- und Erstattungsansprüche müssen gesondert bewertet werden.

Was ist vor sogenannten „Recovery-Services“ zu halten?
Viele dieser Angebote sind selbst betrügerisch. Seriöse Anspruchsdurchsetzung beginnt mit Beweissicherung, nicht mit Versprechungen.

Hand-Box – Ihre nächsten Schritte bei Crypto.com-Betrug

  1. Sichern Sie alle Beweise
    Screenshots, App-Warnungen, SMS-Codes, E-Mails, Wallet-Historie, Transaktions-IDs.
  2. Nutzen Sie das betroffene Gerät nicht weiter für Krypto-Zugriffe
    Veränderungen können Spuren verfälschen oder zerstören.
  3. Keine spontanen Nachrichten an Crypto.com oder andere Plattformen senden
    Erst Struktur, dann Kommunikation.
  4. DSGVO-Auskunft unverzüglich anfordern
    Sie ist häufig das stärkste Beweismittel.
  5. Anwalt einschalten, bevor Plattformdaten verloren gehen
    Timing ist entscheidend.

Wenn digitale Daten Ihr Leben plötzlich falsch erzählen, ist jetzt der Moment, in dem Sie nicht allein bleiben sollten.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre digitale Geldspur nicht mehr zu Ihnen passt, nehmen Sie Kontakt auf.

Kontaktformular:
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Sie müssen das nicht allein durchstehen.
Ich stehe an Ihrer Seite – konsequent, schützend und mit einer klaren Strategie.

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Max Hortmann
Rechtsanwalt
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